Archiv für die Kategorie „Leichte Küche“
Sie können jetzt schmunzeln, bis vor kurzem wusste ich noch nicht einmal was Hokkaido ist.
Bei meinem Ausflug in die Geschichte ist diese Frucht wohl einer der ältesten Funde. So um 8000 vor Christi wurden die ersten Kürbisse verwendet. Die Kürbisse kommen auch aus den warmen Regionen Mittel- und Südamerikas. So um 1600 kamen sie dann zu uns nach Europa. Zu Anfang hat man eher die Kerne gegessen. Die Indianer haben das in Streifen geschnittene Fruchtfleisch roh getrocknet und so haltbar gemacht.
Heute verwendet man den Kürbis als gekochtes, gebratenes oder gebackenes Gemüse. Kürbiskuchen und auch Kürbisbrot sind voll lecker. Ich kannte Kürbis nur als Kompott bei meiner Oma.
Ebenfalls häufig ist die Verwendung zur Zubereitung von Kürbissuppe. Das besondere an dem Hokkaido ist, dass man die Schale mit essen kann.
Hier mein Versuch:
Kürbissuppe
- 1 mittelgroßen Hokkaidokürbis
- 3 mittelgroße Kartoffeln
- 3 Karotten
- 1 Essl. Butter
- indische Gewürze nach Belieben
- 1 Liter Wasser
- 2 Würfel Bouillon aus dem Reformhaus o.ä.
- 1 Zwiebel
- 1 Dose Kokosnussmilch
Hokaidokürbis mit Schale würfeln, ebenso die Kartoffeln, Möhren. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in heißer Butter anschwitzen. Kürbis, Kartoffeln, Karotten hinzugeben. Nach ein paar Minuten mit Wasser und den Bouillonwürfeln ablöschen und ca. 20 Minuten kochen lassen. Mit Gewürzen, wie Salz, Pfeffer – aber noch besser mit indischen Gewürzen abschmecken. Alle Zutaten pürieren. Zum Schluss noch eine Dose Kokosnussmilch hinzufügen.
Mir hat diese Suppe sehr gut geschmeckt. Sie ist leicht zuzubereiten und kann auch am nächsten Tag noch einmal aufgewärmt werden.
Nun wünsche ich Ihnen einen guten Start in die neue Woche.
Ihre Karin Knorr
… oder was der Gemüsegarten so hergibt – Gurken…
Mit der Ernte und Verarbeitung der Gurken, wurde ich richtig an meine Kindheit erinnert. Ich bin ja in der Nähe des Spreewaldes aufgewachsen. Die eingelegten Spreewälder Gurken kamen früher in Holzfässern in die Geschäfte. Da ich nicht in den Kindergarten ging, durfte ich den Vormittag immer im Gemüseladen verbringen, in dem meine Mum arbeitete. Wir Kinder standen so oft an den Fässern und mopsten uns Gurken. Die waren lecker! Aber auch die ersten Gurken aus Omas Garten bleiben mir in ewiger Erinnerung. Überall hatte sie Tontöpfe stehen mit verschieden eingelegten Gurken. Das macht wohl jetzt kaum noch einer, oder?
In unserem Gemüsegarten in Dortmund Grevel erntete ich so viele Gurken, dass ich mir jeden Tag eine aufschnitt und so verputzte. Heute habe ich mir einen “Gurkenverarbeitungstag” gegönnt und hatte so meinen Spaß, bin aber auch froh, dass sie so gut wie verarbeitet sind.
Sie sehen hier in der Flasche ein Gurken-Gazpacho, in den Gläsern Amerikanischen Gurkensalat und in der Schüssel einen Kartoffelsalat angerichtet mit Kartoffeln, Gurken, Tomaten, Zwiebeln und Kräutern aus unserem Garten.
Wenn man bedenkt, dass die Gurke aus 97% Wasser besteht, hat sie allerhand zu bieten. Unter anderem sind die Vitamine C, E, A und die Mineralstoffe Kalium, Phosphor, Kalzium vertreten. Sie ist ein absolutes Schlankmachergemüse und entschlackt.
Dieses Rezept habe ich von der Spreewaldinfo, schauen Sie doch einfach mal hier. Da gibt es noch so vieles aus meiner Kindheit.
Spreewälder Gurkensuppe
- 2 bis 3 große Gurken
- 1 Tomate
- 1 bis 1,5 Liter Fleischbrühe
- Mehl
- Zitrone, Zucker, Salz, Pfeffer
- geröstete Semmelstückchen
- frischer Dill
Die gewaschenen Gurken schälen, entkernen und weich kochen. Anschließend mit einer Tomate durch ein Sieb streichen. Dieses Püree mit 1 bis 1,5 Liter Fleischbrühe verkochen und mit Mehl (ich lasse das immer weg) bündig machen. Abschließend mit etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer und einem 1 Teelöffel Zucker würzen. Mit angerösteten Semmelstückchen und Dill garniert anrichten.
Lassen Sie sich´s schmecken.
Ihre Karin Knorr
Mein Gemüsegarten bereitet mir ja so richtig Freude und ich habe mich schon im Frühjahr auf die Kartoffeln gefreut.
Die Kartoffel kommt von weit her, sie musste den Weg übers Meer mit den Spaniern gehen. Peru, Venezuela, Argentinien sind als Herkunftsländer aufgeführt. Da die Kartoffelpflanze so schön blüht, wurde sie anfänglich als Zierpflanze hier in Europa genutzt.
Bei meinen Überlegungen, welches Rezept ich Ihnen hier vorstelle, fielen mir so viele schöne Dinge ein. Die Pellkartoffel, früher als Gericht des “kleinen Mannes” genannt, kann man essen zu: Kräuterquark, Butter und Wurst, Gurkensalat, Brathering, Matjes….. wenn Pellkartoffeln übrig bleiben, kann man sie zu Ofenkartoffeln, Bratkartoffeln, Auflauf oder auch Kartoffelsalat verarbeiten. Reibeplätzchen, Kartoffelklöße, -suppe und -püree ergänzen die große Palette… Dieses Rezept habe ich von Katharina Von der Eltz
Skordalia (griechische Vorspeise)
- 3 mehlig kochende Kartoffeln
- 250 g Weißbrot
- 6-8 Knoblauchzehen
- 5-6 EL Olivenöl
- 7 EL Weißweinessig
- 1 Prise Salz
Die Kartoffeln mit der Schale etwa 25 Minuten kochen.
Möglichst heiß pellen und durch die Kartoffelpresse oder ein Sieb in eine Schüssel drücken. Die Rinde des Weißbrotes entfernen, das Brot kurz in kaltem Wasser einweichen und gut ausdrücken. Die Knoblauchzehen schälen und mit etwas Salz im Mörser zerstoßen oder durch die Knoblauchpresse zu den Kartoffeln drücken. Das Weißbrot zu den Kartoffeln geben und vermischen. Das Olivenöl und den Essig zugeben und zu einer geschmeidigen Paste verrühren (wird sehr sämig). Falls sie zu fest sein sollte, noch etwas Olivenöl zugeben und nochmals abschmecken. Dazu reicht man Rote Beete, gebratene Zucchini oder Auberginen.
Was Sie noch über die Kartoffel wissen sollten: Der Erdapfel ist reich an Vitamin C, B1 und B2 und bietet uns viele Mineralien wie Magnesium, Kalium, Phosphor (unter der Schale). Außerdem hat sie wenige Kalorien.
Falls Sie keinen Garten haben, gehen Sie zum Markt und holen sich die ersten einheimischen Kartoffeln.
Guten Appetit wünscht Ihnen
Ihre Karin Knorr




