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Archiv für die Kategorie „Karin Knorr - die Biobäuerin“

Sie können jetzt schmunzeln, bis vor kurzem wusste ich noch nicht einmal was Hokkaido ist.

Bei meinem Ausflug in die Geschichte ist diese Frucht wohl einer der ältesten Funde. So um 8000 vor Christi wurden die ersten Kürbisse verwendet.  Die Kürbisse kommen auch aus den warmen Regionen Mittel- und Südamerikas. So um 1600 kamen sie dann zu uns nach Europa. Zu Anfang hat man eher die Kerne gegessen. Die Indianer haben das in Streifen geschnittene Fruchtfleisch roh getrocknet und so haltbar gemacht.

Heute verwendet man den Kürbis als gekochtes, gebratenes oder gebackenes Gemüse.  Kürbiskuchen und auch Kürbisbrot sind voll lecker. Ich kannte Kürbis nur als Kompott bei meiner Oma.

Ebenfalls häufig ist die Verwendung zur Zubereitung von Kürbissuppe. Das besondere an dem Hokkaido ist, dass man die Schale mit essen kann.

Hier mein Versuch:

Kürbissuppe

2010-09-05 Kürbis

alle Zutaten sind aus meinem Garten

  • 1 mittelgroßen Hokkaidokürbis
  • 3 mittelgroße Kartoffeln
  • 3 Karotten
  • 1 Essl.  Butter
  • indische Gewürze nach Belieben
  • 1 Liter Wasser
  • 2 Würfel Bouillon aus dem Reformhaus o.ä.
  • 1 Zwiebel
  • 1 Dose Kokosnussmilch

Hokaidokürbis mit Schale würfeln, ebenso die Kartoffeln, Möhren. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in heißer Butter anschwitzen. Kürbis, Kartoffeln, Karotten hinzugeben. Nach ein paar Minuten mit Wasser und den Bouillonwürfeln ablöschen und ca. 20 Minuten kochen lassen. Mit Gewürzen, wie Salz, Pfeffer – aber noch besser mit indischen Gewürzen abschmecken. Alle Zutaten pürieren. Zum Schluss noch eine Dose Kokosnussmilch hinzufügen.

2010-09-05 Kürbissuppe

Mir hat diese Suppe sehr gut geschmeckt. Sie ist leicht zuzubereiten und kann auch am nächsten Tag noch einmal aufgewärmt werden.

Nun wünsche ich Ihnen einen guten Start in die neue Woche.

Ihre Karin Knorr

Jetzt habe ich mal so ein richtig altes Schätzchen ausgegraben. Diese tollen Früchte haben Ihren Ursprung etwa 200 v. Chr. und wurden von den Maya und anderen Völkern in Mittel- und Südamerika kultiviert. Obwohl sie so viel zu bieten hat (Vitamin A, B1, B2, C, E, Niacin, Mineralstoff Kalium und das Carotinoid Lycopin), wurde sie nie als Heilpflanze eingesetzt. In Europa, in der Hälfte des 16. Jahrhunderts das erste Mal erwähnt, wurde die Pomi d´doro hauptsächlich von den Italienern verwendet. In Deutschland gab es diese errötende Frucht erst Anfang 1900. Was mich jedoch erstaunte, diese Frucht ist mit der Kartoffel, Tollkirsche und dem Tabak verwandt. Jetzt ist mir auch meine Beobachtung in unserem Garten auch klar. Ich sah, dass die Kartoffeln nach der Blüte rispenartige Früchte bildeten.

Ja, Sie wissen doch, von welcher Frucht ich spreche? Genau von der Tomate!

Tomaten von Dörthe

Dörthe Huth meinte, auch in Gelsenkirchen erröten Tomaten

Noch mehr tolle Informationen finden Sie auf dem Blog von Konstanze Moss, die mir auch dieses Rezept geschickt hat.

Gefüllte Mozzarella-Tomaten

  • 4 Fleischtomaten
  • 1kl Zucchini
  • ½ gelbe und ½ grüne Paprika
  • 1 Chili
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • einige Oliven
  • Knoblauchzehen
  • Oregano
  • Vollkornsemmelbrösel
  • Parmesankäse
  • 1 Kugel Büffelmozzarella

tomatemozarella2 (2)

Von den Tomaten oben jeweils einen Deckel abschneiden und mit dem Kugelausstecher oder einem Löffel entkernen. Das Innere in einem Schüsselchen zur Seite stellen.
Alles Gemüse in feine Würfel schneiden und zusammen mit Oregano in Olivenöl ungefähr 3-4 Minuten braten, dann salzen und in eine extra Schüssel geben. Hier kommen eine Handvoll Vollkornsemmelbrösel und 1-2 Hände voll geriebener Parmesankäse dazu.

Nun diese Gemüsemasse in die Tomaten füllen und in eine Auflaufform geben.
Das Tomateninnere zerkleinern und mit dem Saft zusammen in die Form zu den Tomaten schütten.
Etwas Olivenöl darüber geben und zugedeckt ca. 10-15 Minuten im Backofen bei 200°C schmoren lassen. Dann heraus holen und die Tomaten mit Büffelmozzarella belegen. Wieder in den Backofen und nun ohne Deckel überbacken bis der Käse leicht anbräunt.
Vor dem Servieren 10 Minuten draußen abkühlen lassen und danach mit frischem Oregano bestreuen.

Ich wünsche Ihnen einen sonnigen Tag und viel Freude beim Nachkochen

Ihre Karin Knorr

… oder was der Gemüsegarten so hergibt – Gurken… ;-)

Mit der Ernte und Verarbeitung der Gurken, wurde ich richtig an meine Kindheit erinnert. Ich bin ja in der Nähe des Spreewaldes aufgewachsen. Die eingelegten Spreewälder Gurken kamen früher in Holzfässern in die Geschäfte. Da ich nicht in den Kindergarten ging, durfte ich den Vormittag immer im Gemüseladen verbringen, in dem meine Mum arbeitete. Wir Kinder standen so oft an den Fässern und mopsten uns Gurken. Die waren lecker! Aber auch die ersten Gurken aus Omas Garten bleiben mir in ewiger Erinnerung. Überall hatte sie Tontöpfe stehen mit verschieden eingelegten Gurken. Das macht wohl jetzt kaum noch einer, oder?

In unserem Gemüsegarten in Dortmund Grevel erntete ich so viele Gurken, dass ich mir jeden Tag eine aufschnitt und so verputzte. Heute habe ich mir einen “Gurkenverarbeitungstag” gegönnt und hatte so meinen Spaß, bin aber auch froh, dass sie so gut wie verarbeitet sind.

2010-08-13 die Gurke

Sie sehen hier in der Flasche ein Gurken-Gazpacho, in den Gläsern Amerikanischen Gurkensalat und in der Schüssel einen Kartoffelsalat angerichtet mit Kartoffeln, Gurken, Tomaten, Zwiebeln und Kräutern aus unserem Garten.

Wenn man bedenkt, dass die Gurke aus 97% Wasser besteht, hat sie allerhand zu bieten. Unter anderem sind die Vitamine C, E, A  und die Mineralstoffe  Kalium, Phosphor, Kalzium vertreten. Sie ist ein absolutes Schlankmachergemüse und entschlackt.

Dieses Rezept habe ich von der Spreewaldinfo, schauen Sie doch einfach mal hier. Da gibt es noch so vieles aus meiner Kindheit.

Spreewälder Gurkensuppe

  • 2 bis 3 große Gurken
  • 1 Tomate
  • 1 bis 1,5 Liter Fleischbrühe
  • Mehl
  • Zitrone, Zucker, Salz, Pfeffer
  • geröstete Semmelstückchen
  • frischer Dill

Die gewaschenen Gurken schälen, entkernen und weich kochen. Anschließend mit einer Tomate durch ein Sieb streichen. Dieses Püree mit 1 bis 1,5 Liter Fleischbrühe verkochen und mit Mehl (ich lasse das immer weg) bündig machen. Abschließend mit etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer und einem 1 Teelöffel Zucker würzen. Mit angerösteten Semmelstückchen und Dill garniert anrichten.

Lassen Sie sich´s schmecken.

Ihre Karin Knorr

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