An meine erste Begegnung mit dem Chicoree kann ich mich noch ganz genau erinnern. Ich war wieder einmal zu Besuch bei meiner Großmutter und dort gab es zu jedem Mittagessen einen Nachtisch.
Sie meinte, ich solle ihr helfen, dass Kompott aufzuteilen. Als ich die Schüsselchen sah, machte ich ein langes Gesicht. Da waren Apfelsinen mit Zwiebelringen drin. Meine Oma klärte mich dann auf. Es war ein Chicoreesalat.
Wussten Sie, dass es den Chicoree noch gar nicht allzu lange Zeit auf unseren Tischen gibt? Nur durch Zufall wurde er entdeckt. Er entstand aus den Wurzeln der Gemeinen Wegwarte. Die Pflanze mit dem Bitterstoff verwendeten schon die Herren Kneipp und Paracelsus als Heilmittel. Wegen des bitteren Geschmacks wurden die Wurzeln aber auch geröstet Kaffee beigegeben.
Der Belgier Brezier fand in einem dunklen Keller versteckte Wurzeln, die zu treiben begonnen hatten. Er probierte diese Triebe und fand sie ganz schmackhaft. 1846 begann er dann den Chicoree zu kultivieren.
Der Chicoree ist ein gesundes Wintergemüse. Der Bitterstoff Inulin wirkt sich besonders gut auf die Darmflora aus.
Wie wäre es denn jetzt mit einem schönen Salat.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei.
Ihre Karin Knorr


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