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Beeren

hier werden Beeren vorgestellt

Bei meinem letzten Spaziergang habe ich wieder viele Bäume und Sträucher voller Früchte mit meiner Kamera einfangen können. Die Natur hat es sicher so eingerichtet, dass wir jetzt Obst-, Gemüsesorten und Beeren ernten können, die viele Vitamine haben und länger haltbar sind, um uns über den Winter zu helfen. So sind jetzt auch die Hagebutten reif.

Hagebutte - Karin Knorr

Die Hagebutte

Die Hagebutte ist häufig an Waldrändern, Rainen, Gebüschen, Hecken und sonnigen Abhängen zu finden. Sie gehört zu den Rosengewächsen und hat eine lange medizinische Tradition. Im Allgemeinen nimmt der Vitamingehalt schnell ab, jedoch bei der Hagebutte bleibt er längere Zeit erhalten. Der hohe Vitamin-C-Gehalt in der Hagebutte wird nur noch vom Sanddorn und der Acerolakirsche überboten. Hagebuttentee stärkt das Immunsystem. Seine schweiß- und wassertreibende Wirkung wird geschätzt und daher nicht nur bei Erkältung sondern auch bei Leber- und Nierenleiden beziehungsweise bei einem verdorbenen Magen eingesetzt. Da die Hagebutte eine entzündungssenkende Wirkung hat, wird sie auch bei Rheuma verwendet. In wissenschaftlichen Studien wurde bei einer längeren Anwendung von Hagebuttenpulver eine Verringerung von Gelenkschmerzen und somit eine bessere Lebensqualität belegt. So ist es empfehlenswert, die Hagebutte regelmäßig auf den Speiseplan zu holen, um vorzubeugen.  Wenn Sie mehr zum Thema Hagebutte bei Arthose und Rheuma lesen möchten, schauen Sie auf der Homepage von Dr. Feil vorbei.

Magisches über die Hagebutte

Die Rose ist ein Symbol der Zuneigung, Liebe und Fruchtbarkeit und war im Mittelalter die Blume der Jungfrauen. In der germanischen Vorzeit hatte die Heckenrose eine mystische Bedeutung. In hellen Mondnächten ausgesprochene Wünsche sollten sich erfüllen. Und schon kommen Kindheitserinnerungen auf. Die Hagebuttensträuche erinnerten immer an das Märchen Dornröschen und die Blüten rochen so gut. Später in der Schulzeit wurden wir von den Jungen geärgert. Sie steckten uns einfach die Hagebutten in den Kragen und drückten noch mal so richtig drauf, dass die Frucht aufplatzte. Wer es auch erlebt hatte, weiß das die betroffenen Körperstellen so richtig zu jucken anfingen…

Verarbeitung der Hagebutte

Da man sowohl die Blüten als auch die Früchte essen kann, gibt es verschiedene Verarbeitungsmöglichkeiten. Neben Tees kann man auch Hagebuttenmarmelade herstellen. Die Früchte werden gewaschen und von den haarigen Kernen befreit. Man pürriert sie roh und vermengt sie mit einer gleichen Menge Honig, den man gut einrührt. Das Mus hält sich nur wenige Wochen im Kühlschrank. Isst man jeden Tag davon einen Löffel voll, wird man schnell von seiner heilenden Wirkung erfahren. Die Rosen können ebenfalls zur Marmelade, Rosensirup, Rosenjoghurt oder Blütenzucker verarbeitet werden. Weit verbreitet war zu meiner Kindheit Hagebuttenlikör oder -wein. An die Zeit mit Oma und Opa in den Büschen kann ich mich noch gut erinnern. Wir sammelten die Früchte, um sie zu trocknen. Später wurden die vielen Weinballons angesetzt, um Hagebuttenwein zu gewinnen. Ob der geschmeckt hat, weiß ich jetzt nicht mehr.

“Das Männlein dort auf einem Bein
mit seinem roten Mäntelein
und seinem schwarzen Käppelein
kann nur die Hagebutte sein!”

Welche Erinnerungen werden bei Ihnen wach? Lassen Sie uns teilhaben. Ich würde mich sehr freuen.

Ihre Karin Knorr

Der Altweibersommer zeigt sich von der schönsten Seite. Sonne satt und angenehme Temperaturen. In diesem Jahr hängen an den Bäumen und Sträuchern besonders viele Früchte. Da ich gerade von der schönen Insel Rügen zurück bin, möchte ich Ihnen heute eine Frucht vorstellen, die dort heimisch ist.

Sanddorn von der Insel Rügen

Sanddorn - Karin Knorr

Sanddorn

Ist dieser Zweig nicht schön anzusehen? Man könnte den Eindruck gewinnen, dass diese Beeren besonders viel Sonne getankt haben. Das ist sogar richtig, denn der Sanddorn beansprucht ein Maximum an Sonnenlicht. Der Strauch ist sehr robust, kann daher raues Klima vertragen. Wenn ich Ihnen jetzt noch erzähle, dass der Sanddorn aus Nepal und durch eiszeitliche Verschiebung zu uns gekommen ist, können wir doch nur noch schwärmen. Was uns dieses alte Gewächs so alles erzählen könnte? Gut, ich möchte Sie ja nur neugierig machen. Sanddorntee oder heißer Sanddornsaft schmecken nicht nur lecker und machen von innen warm, der Sanddorn ist auch der größte Vitamin-C-Lieferant unserer einheimischen Früchte. Also genau richtig, um für die Winterzeit vorzusorgen.

Verarbeitung

Möchten Sie selbst Sanddorn verarbeiten, ist es ratsam, sich derbe Handschuhe zu besorgen. Mit einer Rosenschere werden dann ganze Zweige abgeschnitten und in einen stabilen Behälter getan. Man kann jedoch die Beeren auch vor Ort zerdrücken und den Saft auffangen. Dies nennen die Einheimischen melken. Wer dies nicht möchte, kann die Zweige auch einfrieren und danach die Beeren abschlagen und daraus den Saft herstellen. Dies ist eine sehr aufwendige Arbeit. Hat man sich jedoch dafür entschieden, kann man neben dem Saft, auch leckere Marmelade herstellen.

Sanddornmarmelade

Sie nehmen Sanddorn und Gelierzucker im Verhältnis 2:1. Kochen Sie zum Beispiel 1 Kg Beeren mit 100 ml Wasser auf, bis die Beeren platzen. Danach streichen Sie alles durch ein Sieb. Dieses Mus vermischen Sie anschließend mit dem Gelierzucker und lassen es unter ständigem Rühren zirka 5 Minuten köcheln. Nun in saubere Gläser füllen, verschließen und für kurze Zeit auf den Kopf stellen. Die Marmelade schmeckt auch sehr gut im Joghurt oder Quark. Wer keinen Sanddorn in seiner Nähe findet, kann sich die fertigen Produkte im Reformhaus oder Bioladen kaufen.

Genießen Sie den Tag und bleiben Sie gesund.

Ihre Karin Knorr

 

Was man nicht so alles im Internet findet. Ich habe “dieses” auf dem Feld im letzten Jahr gleich neben meinem Gärtchen in Dortmund Grevel gefunden. Diese Frucht soll es schon in der Steinzeit gegeben haben. In der Antike nannte man sie dann “fregum”.

Erdbeeren - selbst gepflückt

Erdbeeren - gepflückt von Karin Knorr

Meine Recherchen haben ergeben, dass diese Frucht häufiges Motiv in der Bildenden Kunst war. Sie ist ein Symbol für Demut und Bescheidenheit oder/und wie Matthias (siehe Kommentar) herausgefunden hat, Symbol der Lust und der Verlockung zur Sünde.

Ich hatte echt Spaß beim Pflücken der Erdbeeren. Die rote Farbe verführte mich so richtig, die eine oder andere “Beere” (Sammelnussfrucht) in den Mund zu stecken. Neben Sonne, Bewegung an der frischen Luft, ein wenig Abschalten, hatte ich auch lebhafte Erinnerung an meine Kindheit. Nun muss ich doch gleich einmal schauen, ob die Erdbeeren auf unseren Feldern schon reif zum Pflücken sind.

Und noch einen Tipp: essen Sie so viele Erdbeeren, wie sie vertragen können. Sie sind ein Schlankmacher, haben viel Vitamin C, Vitamin K, Foulsäure und vieles mehr. Meine Familie hat sich eine Erdbeertorte bestellt. Das ist eine richtig gute Idee. Diese darf  lt. Dr. Feil auch mit Sahne sein.

Also werde ich mich heute um die Erdbeeren kümmern und Ihnen wünsche ich einen sonnigen Tag

Ihre Karin Knorr