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Der Altweibersommer zeigt sich von der schönsten Seite. Sonne satt und angenehme Temperaturen. In diesem Jahr hängen an den Bäumen und Sträuchern besonders viele Früchte. Da ich gerade von der schönen Insel Rügen zurück bin, möchte ich Ihnen heute eine Frucht vorstellen, die dort heimisch ist.

Sanddorn von der Insel Rügen

Sanddorn - Karin Knorr

Sanddorn

Ist dieser Zweig nicht schön anzusehen? Man könnte den Eindruck gewinnen, dass diese Beeren besonders viel Sonne getankt haben. Das ist sogar richtig, denn der Sanddorn beansprucht ein Maximum an Sonnenlicht. Der Strauch ist sehr robust, kann daher raues Klima vertragen. Wenn ich Ihnen jetzt noch erzähle, dass der Sanddorn aus Nepal und durch eiszeitliche Verschiebung zu uns gekommen ist, können wir doch nur noch schwärmen. Was uns dieses alte Gewächs so alles erzählen könnte? Gut, ich möchte Sie ja nur neugierig machen. Sanddorntee oder heißer Sanddornsaft schmecken nicht nur lecker und machen von innen warm, der Sanddorn ist auch der größte Vitamin-C-Lieferant unserer einheimischen Früchte. Also genau richtig, um für die Winterzeit vorzusorgen.

Verarbeitung

Möchten Sie selbst Sanddorn verarbeiten, ist es ratsam, sich derbe Handschuhe zu besorgen. Mit einer Rosenschere werden dann ganze Zweige abgeschnitten und in einen stabilen Behälter getan. Man kann jedoch die Beeren auch vor Ort zerdrücken und den Saft auffangen. Dies nennen die Einheimischen melken. Wer dies nicht möchte, kann die Zweige auch einfrieren und danach die Beeren abschlagen und daraus den Saft herstellen. Dies ist eine sehr aufwendige Arbeit. Hat man sich jedoch dafür entschieden, kann man neben dem Saft, auch leckere Marmelade herstellen.

Sanddornmarmelade

Sie nehmen Sanddorn und Gelierzucker im Verhältnis 2:1. Kochen Sie zum Beispiel 1 Kg Beeren mit 100 ml Wasser auf, bis die Beeren platzen. Danach streichen Sie alles durch ein Sieb. Dieses Mus vermischen Sie anschließend mit dem Gelierzucker und lassen es unter ständigem Rühren zirka 5 Minuten köcheln. Nun in saubere Gläser füllen, verschließen und für kurze Zeit auf den Kopf stellen. Die Marmelade schmeckt auch sehr gut im Joghurt oder Quark. Wer keinen Sanddorn in seiner Nähe findet, kann sich die fertigen Produkte im Reformhaus oder Bioladen kaufen.

Genießen Sie den Tag und bleiben Sie gesund.

Ihre Karin Knorr

 

3 Antworten auf Sanddorn ein Schatz der Natur

  • Katharina sagt:

    Hallo Karin,
    ich schwöre auf Sanddorn, wenn es um die Abwehrkräfte geht.
    Ich kenne an der Nordsee eine tolle Stelle, wo ich ihn jedes Jahr selber pflücke und verarbeite.
    Macht zwar ganz schön Arbeit, aber ich habe dann immer meine eigenen Vitaminbomben
    in Flaschenform im Haus.
    Und wie du schon sagst, zu dieser Jahreszeit warm getrunken (pur, im Tee, als Sirup, im Quark etc)- ein Genuss.
    Liebe Grüße
    Katharina

  • Buser sagt:

    Hallo,

    Ja der Sanddorn kommt bald einmal auf meiner Website als Pflanzentipp vor. Diese Pflanze ist ein schönes Gewächs mit wunderbarem Fruchtbild.

    lg Heinz Buser

  • Pingback: Winter auf Rügen | Wohnen wo andere Urlaub machen

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