Der Frühling läßt noch ein wenig auf sich warten. Was halten Sie davon, wenn wir ihn mit unserem Frühjahrsputz weiter locken. Einige Zimmer sind neu gestrichen, die Fenster sind geputzt. Jetzt geht es mit dem Auto in die Waschanlage. Ja und dann gibt es da ein Tröpfchen Öl oder dort ein bischen Fett, um Scharniere und Getriebe wieder gängig zu machen.
Und genauso sollten wir es mit unserem Körper halten. Okay, wir können nicht so einfach mit dem Ölkännchen losziehen. Jedoch gibt es da so schöne Tricks bei der Ernährung. Mein Ölkännchen, rein bildlich gesehen, ist zur Zeit ein Hagebuttenjoghurt. Den Tipp habe ich wieder bei Dr. Feil entdeckt.
Und schon kommen wieder Kindheitserinnerungen auf. Die Hagebuttensträuche erinnerten immer an das Märchen Dornröschen und die Blüten rochen so gut. Später in der Schulzeit wurden wir von den Jungs geärgert. Sie steckten uns einfach die Hagebutten in den Kragen und drückten noch mal so richtig drauf, dass die Frucht auch aufplatzte. Wer es auch erlebt hatte, weiß das die betroffenen Körperstellen so richtig zu jucken anfingen… eigentlich müßte man sich heut noch revangieren…
Aber auch an die Zeit mit Oma und Opa in den Büschen kann ich mich noch gut erinnern. Wir sammelten die Früchte, um sie zu trocknen. Später wurden die vielen Weinballons angesetzt, um Hagebuttenwein zu gewinnen. Ob der geschmeckt hat, weiß ich jetzt nicht mehr.
“Das Männlein dort auf einem Bein
mit seinem roten Mäntelein
und seinem schwarzen Käppelein
kann nur die Hagebutte sein!”
Welche Erinnerungen werden bei Ihnen wach? Lassen Sie uns teilhaben. Ich würde mich sehr freuen.
Ihre Karin Knorr

Hallo liebe Karin,
Du schreibst immer sooo anschaulich und irgendwie süß.
Ich lese Deine Beiträge echt gerne.
Im Moment habe ich einfach nur kalte Hände und Eisfüße, weil ich schon wieder zu lange vor dem PC arbeite. Deshalb kommen mir gerade nicht so viele Kindheitserinnerungen zum Thema hoch …
Oder doch, das passt schon was zu. Ich bin nämlich auf dem Land in Düsseldorf-Kalkum aufgewachsen. Da war es früher ganz selbstverständlich, dass wir frisches Obst und Gemüse – der natürlichen Saison entsprechend – aus den Gärten essen konnten.
Wir Kinder liebten Ernten über alles und bezogen solche Arbeiten immer in irgendwelche Rollenspiele mit ein. Wir kannten, wenn es warm war, auch keine Schuhe und liefen barfuß. Diese Hysterie der Leute von heute, dass man in eine Biene treten könnte oder was giftiges anfassen oder essen, das gab es zum Glück früher noch nicht. Heute darf ja noch nicht mals ein Efeu in der Nähe eines Kindergartens stehen oder Klee im Gras wachsen, wegen der Bienen! Wie sollen die Kids von heute denn da lernen, mit der Natur angemessen und eigenverantwortlich umzugehen???
Und, wenn wir mal was verbotenes probierten, dann machten wir unsere “schlechten” Erfahrungen und wussten, dass wir zukünftig auf unsere Eltern zu hören hatten. Bienenstichstachel saugten wir uns gegenseitig aus den Füßen. Ich hatte zum Glück nie welche, und dabei lief ich immer ohne Schuhe und Strümpfe durch unsere Wildblumenwiese hinter dem Haus!! Ich hatte in dieser Beziehung eine Kindheit, wie aus dem Bilderbuch. Echt schön und sehr Natur nahe und nicht nur ernährungsmäßig sehr gesund!
Und vom Bauern gab es frische Milch von Kühen, die noch täglich auf grünen Weiden laufen durften und frische Eier von ebenso glücklichen und frei laufenden Hühnern. Spielen auf dem Bauernhof gehörte für uns Kinder zum Alltag. Ja, da kommen trotz “Eispfötkes und Eisfüskes” doch noch ein paar schöne Bilder in mir auf!
Heute ist Kalkum leider sehr versnobt, und jeder hat einen großen Zaun um sein Hab und Gut. Da geht es nicht mehr so zu, wie bei uns früher. Die Kinder müssen da wahrscheinlich heute Eintritt bezahlen, wenn sie mal hinter ein Scheunentor luken wollen! Außerdem kommen sie vor lauter Lernstress, Tennis- und Balett- oder Reitstunden wahrscheinlich eh nicht mehr zum Spielen und werden von ihren Eltern von einer Haustür zur nächsten kutschiert. Wir sind früher zu Fuß nach Kaiserswerth und Umgebung gelaufen oder mit dem Fahrrad gefahren. Die Straßen waren schon genau so belebt, und uns ist nichts passiert!
So, nun aber genug aus dem “Nähkästchen geplaudert”
Ganz lieben Gruß aus Düsseldorf und ‘ne schöne und bunte Woche!
Bina